Berufsnamen

Beck und Beckenbauer

Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und nun zugleich SPD-Vorsitzender (Anm. der Redaktion: 2006 bis 2009), trägt einen Familiennamen, der ein alter Berufsname ist. Beck hieß der Bäcker im Mittelalter. Unsere Familiennamen haben den Berufsnamen bewahrt, und er ist, seiner Bedeutung und Verbreitung entsprechend, außerordentlich häufig: Es gibt ihn fast 60.000mal.

Berufsnamen

Sehr viele Namen spiegeln das mittelalterliche Leben und seine Berufe wider. Der Beruf war das Aushängeschild eines jeden und beschrieb die Stellung und die Aufgaben innerhalb der Gesellschaft. Es lag daher nahe, seine besonderen Fähigkeiten, die im Beruf oder im Nebenberuf ausgübt wurden, zum Namen zu machen.

Berufsname

Kuchenbäcker, Kuchenbecker: Berufsname zu mhd. kuoche ‚Kuchen’ und mhd. becke ‚Bäcker’ für den Feinbäcker, der auf das Backen von Fladen, Pfefferkuchen, Lebzelten, Oblaten u.a. spezialisiert war. Henne vom Ortenberg, genannt Kuchenbecker ist 1476 in Gießen bezeugt. [01]
1320 niederdeutsch 'Kokenbeckere", Berufsname zu mittelhochdeutsch 'kuoche' 'Kuchen' und 'becker' 'Bäcke'  [05]

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